Johannistor Jena
Das Ensemble des Stadttors von Jena

Sehenswürdigkeiten und Sehenswertes in Jena

Das Johannistor und die Stadtmauer in Jena

 

Einzig erhaltenes Stadttor von Jena

Einst waren es drei Stadttore, durch die man in das Herz von Jena kommen konnte. Nur das Johannistor hat die Zeiten überstanden und steht schöner den je im Zentrum von Jena.

Das fünfgeschossige Gebäude ist etwa 20 Meter hoch und ist mit der spitzbogigen Tordurchfahrt, dem Kreuzgradgewölbe und einem Kegeldach weitgehend im Originalzustand erhalten. Die markante steinerne Turmpyramide bildet das Dach des Turmes und hat eine Höhe von knapp über 9 Metern.

 

Der Zugang zum Turm erfolgte in den alten Zeiten durch eine kleine Pforte in sieben Metern Höhe. Mit den hohen Türmen, wie dem nur wenige Meter entfernten JenTower, kann das Johannistor in der Höhe nicht mithalten. Aber auch wenn es quasi im Schatten der nahen modernen Gebäude der Innenstadt von Jena steht so ist das Johannistor doch sofort ein schöner Blickfang für jeden, der durch diesen Teil der Stadt flaniert. Wunderbar restauriert und eng mit den Resten der Stadtmauer verschmolzen ist dieses ehemalige Stadttor zum Zeitzeugen der Jenaer Geschichte geworden.

Erstmals wurde der westliche Torturm im Jahr 1304 urkundlich erwähnt. Einst war dieser Turm mit seinem Tor zum Schutz des westlichen Zugangs zur Stadt Jena errichtet worden und diente auch als Brandwache für das Stadtgebiet. Das Johannistor war somit das wichtigste Eingangstor für den Handelsweg aus Erfurt. Draußen vor dem Tor der Stadt lag die sogenannte Johannisvorstadt.  Johannes dem Täufer wurde die dortige Kirche gewidmet und so bekamen auch das Tor und die Gasse seinen Namen.

 

Ein markanter Teil der Fassade ist ein Erker der im Volksmund spitzbübisch als Käsekorb bezeichnet wird. Dieser Erker wurde im Mittelalter von den Wächtern als Ausguck benutzt.

Heute laufen täglich Tausende von Einheimische und Besucher durch oder entlang des Johannistors zu ihrem Arbeitsplatz, zur Universität oder Freizeitvergnügen.

Unter den Jenaer Studenten gilt allerdings ein alter Brauch, der auf Aberglauben beruht. Man geht nicht durch das Johannistor, da man dann die nächste Prüfung nicht besteht. Ob man allerdings die Prüfungen besteht, wenn man dies vermeidet und auch nicht lernt, das ist natürlich umstritten. Der Turm des Johhannistors ist in der Regel nur bei Stadtführungen und am Denkmaltag zu besichtigen.

 

Die Reste der alten Jenaer Wehranlage

Die Reste der alten Wehranlage neben dem Johannistor bilden eine fast malerische Kulisse für Freunde des Mittelalters. Die alte Stadtmauer erhebt sich noch bis zu zehn Meter hoch als Erinnerung an die ehemalige Wehrhaftigkeit der Stadt Jena. Allerdings sind von der Stadtmauer kaum 50 Meter erhalten, die allerdings bereits sehenswert sind.

Dieser kurze Rest der Stadtmauer von Jena mit den zur Seite stehenden Türmen hat vom Äußeren eine deutliche Aufwertung bekommen, als der hölzerne Wehrgang rekonstruiert und das "Haus auf der Mauer" wieder hergerichtet wurde.

Das „Haus auf der Mauer“ ist seit einigen Jahren als Kulturstätte der Stadt Jena genutzt und ist Veranstaltungsort kleiner Events und Projekte.

Dieses Ensemble aus heimischem Kalkstein, das durch das Johannistor auf der einen Seite und dem Pulverturm am anderen Ende begrenzt wird, befindet sich am Ende der Johannisstraße. Diese städtische Promenade, die auf der anderen Seite zur Stadtkirche St. Michael führt, ist bestückt mit Geschäften und Restaurants.